Der weltgrößte Lkw-Hersteller Daimler will umgerechnet rund 157 Millionen Euro in den Ausbau seiner Motorenproduktion in den USA stecken und erhält dafür millionenschwere öffentliche Zuschüsse. Für rund 200 Millionen Dollar werde das Motorenwerk in Redford im US-Bundesstaat Michigan wegen hoher Nachfrage nach emissionsärmeren Dieselaggregaten ausgebaut, teilte Daimler am Freitag mit. Die öffentliche Hand steuere durch Steuervergünstigungen knapp 57 Millionen Dollar bei.
Erweitern will Daimler vor allem die Zylinderkopffertigung. Weitere Mittel sollen den Angaben zufolge in neue Produktionsanlagen sowie in die Infrastruktur des 1938 gegründeten Motorenwerkes fließen, das zuletzt knapp 1900 Mitarbeiter beschäftigte. Der Werksausbau werde im Spätsommer kommenden Jahres abgeschlossen sein.
In den USA ist Daimler mit der Lkw-Marke Freightliner Marktführer bei schweren Lkw, zu den Konkurrenten zählen Navistar, Volvo, Kenworth und Mack. Die Lkw-Hersteller haben im Zuge der Wirtschaftskrise ein rabenschwarzes Jahr hinter sich, da die Verkaufszahlen für neue Lkw in Europa, Nordamerika und Japan zusammenbrachen. Im laufenden Jahr erholt sich die Nachfrage allmählich. Nach langer Durstrecke schrieb Daimler in der Sparte Nutzfahrzeuge im ersten Quartal dieses Jahres wieder Gewinn.
5 72010vUTC06bUTCSun, 20 Jun 2010 18:12:55 +0000 2006 um 14:55 |
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