Motoren-Werk Mannheim gut gerüstet für den Aufschwung

5 42009vUTC11bUTCThu, 05 Nov 2009 10:21:39 +0000 2006 von sunilo

Die gesamte Nutzfahrzeugbranche ist von dem weltweiten wirtschaftlichen Abschwung über alle Branchen hinweg am stärksten betroffen. Dadurch hat auch das Daimler Motorenwerk auf dem Waldhof 2009 ein anspruchvolles Jahr zu bewältigen.

„Wir, aber auch unsere direkten Wettbewerber, müssen auf einen Absatzeinbruch von rund 50% je nach Markt reagieren“, erläuterte Hermann Doppler, Leiter weltweite Produktion Lkw-Motoren der Daimler AG, die aktuelle Lage anlässlich des Jahrespressegesprächs.

Als eine der weltweit größten Produktionsstätten von Dieselmotoren für Nutzfahrzeuge und von Industriemotoren hat das Werk Mannheim frühzeitig auf die veränderten Rahmenbedingungen mit verschiedenen Maßnahmen reagiert. Bereits im Herbst 2008 wurde mit der Optimierung der Kosten- und Cash-Situation begonnen. Interne Optimierungsprozesse im Rahmen des Global Excellence Programms von Daimler Trucks tragen darüber hinaus wesentlich dazu bei, Produktionssysteme zu verbessern und das Motorenwerk in seiner Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und weiter nach vorne zu bringen, um so auf den globalen Marktrückgang zu reagieren.

Die Global Excellence Strategie wurde bereits 2005 eingeführt und umfasst vier Initiativen: Management von Marktzyklen, Operational Excellence, Wachstum und Marktausschöpfung sowie zukünftige Produktgenerationen und Technologien. Das “Management von Marktzyklen“ steht zur Zeit im Fokus der Aktivitäten, um der Krise aktiv entgegen zu steuern. So wurde beispielsweise auf Top Management-Ebene ein Team gebildet, das sich zwei Mal im Monat mit den wichtigen Steuerungsgrößen wie Auftragseingang, Produktionsprogramm, Situation der Lieferanten, Budgets, Finanzierung und Cash-Generierung beschäftigt sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung schnell und effizient beschließt, einleitet und umsetzt. Ziel ist unter anderem die Erhöhung der Flexibilität über die gesamte Wertschöpfungskette sowie die Optimierung des Modell-Mix.

„Trotz der Krise investieren wir in diesem Jahr fast 150 Mio. € in den Standort“, so Hermann Doppler. „Der Fokus liegt dabei auf zukunftsträchtigen Produkten und Technologien. Kein anderer Hersteller hat mehr “grüne” Produkte mit alternativen Antrieben wie BlueTec-, Gas- und Hyridfahrzeugen in Kundenhand.“ Ingesamt rund 250.000 Lkw und Busse. Langfristiges Ziel ist die Serienreife des Hybridantriebs in Nutzfahrzeugen sowie die parallele Erforschung und Produktion von Alternativen-Kraftstoffen und anderen alternativen Antriebssystemen wie Erdgas und Brennstoffzelle.

Ein weiterer wichtiger Stellhebel ist die Nutzung von Skaleneffekten durch die weltweite Vernetzung in den Bereichen Materialwirtschaft, den Austausch von Aggregaten und gemeinsame Entwicklungen. „Unsere neue globale Motorengeneration (Heavy Duty Engine Platform) für schwere Lkw hier am Standort ist ein gutes Beispiel“, erläuterte Doppler. Mit den neuen Motoren entstand 2007 eine globale Produktfamilie für verschiedene Fahrzeugmarken mit Adaptionen für die unterschiedlichen Regionen und Abgasvorschriften.

„Wir haben dieses Jahr bereits die ersten Vorserien-Motoren zu Fuso nach Japan geliefert. So sichern wir mit unserem globalen Produktionsverbund langfristig die Beschäftigung in Mannheim“, bekräftigte Hermann Doppler.

Trotz der angespannten Lage gibt es für 2009 auch zahlreiche positive Themen zu berichten. Unter anderem starteten im September 120 junge Menschen ihre Ausbildung am Standort Mannheim. Des Weiteren hat das Werk im bundesweiten Wettbewerb beim BKK Bonusmodell den ersten Preis und insgesamt 350.000 € Preisgeld gewonnen. Die Kindertagesstätte „sternchen“ kann im November bereits ihren ersten Geburtstag feiern. Und Anfang 2009 stiftete das Werk Mannheim einen Mercedes-Benz Sprinter an den Regenbogenkindergarten. Im Juli konnte der Standort von Familienministerin Ursula von der Leyen in Berlin das Zertifikat „Audit Beruf und Familie“ entgegen nehmen. Und noch diesen Monat findet die Jubilarfeier mir rund 500 Mitarbeitern im Mannheimer Rosengarten statt.

Die verschiedenen Angebote zur Qualifizierung in der Kurzarbeit nehmen die Mitarbeiter sehr gut an. Erste Kurse sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden. Das Spektrum reicht dabei von einem berufsbegleitenden Fortbildungsprogramm zur „Fachkraft Maschinenbediener“ über Office-Anwendungen, CNC-Programmierung bis hin zu Prinzipien und Methoden des „Lean Management“. Die Mannheimer Belegschaft war auch 2008 wieder kreativ. Die Einsparungen aufgrund von Verbesserungsvorschlägen liegen bei 5,6 Millionen € und die Anzahl der eingereichten Ideen bei rund 20.500 Vorschlägen.

„Niemand weiß, wie lange die Krise wirklich dauern wird. Ein Ausblick ist daher nur sehr eingeschränkt möglich. Allerdings zeigen unsere Auftragseingänge im globalen Lkw-Geschäft eine leichte Erholung. Wir sind im Werk gut gerüstet, um gestärkt in den Aufschwung zu starten, sobald die wirtschaftliche Erholung einsetzt“, so Doppler. „Und das verdanken wir in hohem Maße den Menschen, die insbesondere in anspruchsvollen Zeiten mit ihrer Leistung, ihrem Engagement, ihrer Loyalität und ihren Ideen den Erfolg oder Misserfolg einer Fabrik ausmachen. Ich bin sehr stolz darauf, dass die gesamte Mannschaft in der Krise große Flexibilität zeigt.“

Karmann-Boykott legt SLK-Produktion lahm

5 42009vUTC11bUTCThu, 05 Nov 2009 10:12:50 +0000 2006 von sunilo

Karmann in Osnabrück hat wegen des Streits mit Daimler um unbezahlte Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe die Fertigung von SLK-Teilen eingestellt. Daimler musste seinerseits die Produktion im Merecedes-Werk Bremen stoppen. „Der Rohbau stand gestern und steht heute“, sagte ein Mercedes-Sprecher am Dienstag in Stuttgart. Über die weiteren Produktionspläne in den kommenden Tagen machte der Sprecher keine Angaben.

Der Karmann-Betriebsrat teilte mit, die Produktion beim Zulieferer werde so lange ruhen, bis eine Einigung mit Daimler über offene Rechnungen erreicht sei. Karmann hatte im Frühjahr Insolvenz beantragt. Das Unternehmen fertigt unter anderem Karosserie- und Rohbau-Teile für den SLK von Mercedes-Benz. Im kommenden Jahr soll Karmann zudem Komponenten für das neue Mercedes E-Klasse-Cabrio liefern. Die Osnabrücker hatten zuletzt auch das Cabrio CLK für Mercedes-Benz gebaut, dieser Auftrag ist inzwischen ausgelaufen. Auch BMW hat offene Rechnungen bei dem Zulieferer, der Stoffdächer für Mini- und 1er-Cabrios liefert.
Der IG-Metall-Bevollmächtigte Hartmut Riemann sagte am Dienstag in Osnabrück, den bei Karmann mit Mercedes-Aufträgen befassten Mitarbeitern habe man empfohlen, Resturlaub zu nehmen oder Arbeitszeitguthaben abzufeiern. Das sei sinnvoll, da den Beschäftigten bei einer Schließung des Unternehmens mangels Liquidität der Verlust von angesammelten Überstunden und Urlaubsansprüchen drohe. „Wenn es zu einer Einigung zwischen Mercedes und dem Insolvenzverwalter kommt, wird die Produktion sicher wieder aufgenommen“, sagte Riemann.

Daimler will bei Mercedes weitere 1000 Stellen streichen

5 42009vUTC11bUTCThu, 05 Nov 2009 10:11:31 +0000 2006 von sunilo

Trotz Rückkehr in die schwarzen Zahlen will der Autobauer Daimler die Belegschaft der Kernmarke Mercedes-Benz abermals zurückstutzen.

Die Beschäftigtenzahl solle in den deutschen Werken um 1000 auf rund 44.000 sinken, sagte ein Konzern-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Beschäftigten im Alter bis zu 50 Jahren in Deutschland biete das Unternehmen bis März 2010 verschiedene Ausstiegsmöglichkeiten an. Dazu zählten neben Abfindungen auch unbezahlte Auszeiten und Teilzeit. Über die finanziellen Details machte Daimler keine Angaben. Mit der Situation vertraute Personen sagten Reuters, für den Stellenabbau könne ein dreistelliger Millionenbetrag fällig werden.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte zuletzt angekündigt, die Beschäftigtenzahl werde im kommenden Jahr „nennenswert“ sinken. Betriebsbedingte Kündigungen sind in Deutschland jedoch bis Ende 2011 ausgeschlossen. Ende September beschäftigte der zweitgrößte deutsche Industriekonzern noch knapp 257.000 Mitarbeiter, 18.000 weniger als ein Jahr zuvor. In Deutschland schrumpfte die Beschäftigtenzahl im gleichen Zeitraum um 5200 auf 163.500.

SEIT JAHREN TAUSENDE STELLEN GESTRICHEN

Bei Mercedes-Benz Pkw und in der Konzernverwaltung hatte Daimler bereits in den vergangenen Jahren gut 14.000 Stellen gestrichen. Bei den wegen der Absatzkrise nicht ausgelasteten Auslands-Töchtern von Daimler Trucks in Japan und Nordamerika wurden zuletzt ebenfalls mehrere Tausend Arbeitsplätze abgebaut. Wegen des Kündigungsschutzes in Deutschland hat sich Daimler bislang vor allem von befristet Beschäftigten getrennt, Altersteilzeitverträge abgeschlossen, Stellen nicht wieder besetzt und vereinzelt Mitarbeitern den Abgang mit Abfindungen versüßt.

Wegen der schleppenden Fahrzeugverkäufe waren Ende September noch gut 27.000 Mitarbeiter in den deutschen Pkw- und Lkw-Werken in Kurzarbeit, für 89.000 Mitarbeiter gilt bis Mitte 2010 eine Arbeitszeitverkürzung um 8,75 Prozent mit entsprechenden Lohneinbußen. Die gekürzten Arbeitszeiten sind Teil eines konzernweiten Sparprogramms aus dem Frühjahr. Bis Ende dieses Jahres sollen damit mehr als vier Milliarden Euro eingespart werden, die Fortsetzung des Sparkurses im kommenden Jahr ist erklärtes Ziel. Ein großer Teil der Einsparungen resultiert aus gesunkenen Personalausgaben.

Scholz kritisiert Bluttests bei Daimler

5 52009vUTC10bUTCFri, 30 Oct 2009 17:43:55 +0000 2006 von sunilo

Der SPD-Politiker und frühere Arbeitsminister Olaf Scholz hat die Bluttests bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern bei Daimler scharf kritisiert. «Hier ist schwerer Missbrauch passiert», sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD- Bundestagsfraktion am Freitag laut Mitteilung in Berlin. «Dagegen brauchen wir endlich wirksamen Arbeitnehmerdatenschutz.» Die SPD werde in Kürze einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass der Autobauer bei Jobanwärtern Blut abnehmen lässt – auch wenn sie noch keine feste Zusage für eine Stelle in der Tasche haben. Datenschützer wollen bis Ende kommender Woche klären, ob die Tests zulässig sind.

Deutsche Bank kappt Verbindung zu Daimler

5 52009vUTC10bUTCFri, 30 Oct 2009 17:40:49 +0000 2006 von sunilo

Die Deutsche Bank verdient ordentlich und Josef Ackermann versprüht wieder Zuversicht. Geschichte ist hingegen die Beteiligung an Daimler.

Das Kapital Industriebeteiligungen hat die Deutsche Bank hingegen weitgehend geschlossen. Bis Ende September verkaufte sie die verbliebene 0,9-Prozent-Beteiligung an Daimler. Das spülte unterm Strich 110 Millionen Euro in die Kasse. Nun hält sie nur noch kleine Beteiligungen an Unternehmen außerhalb des Leitindex Dax.

Die Deutsche Bank hat über Jahre ihre Anteile an heimischen Großkonzernen abgebaut. Das dichte Geflecht gegenseitiger Beteiligungen war auch als „Deutschland AG“ bekannt.

Daimler will 2010 weiter Jobs streichen

5 52009vUTC10bUTCFri, 30 Oct 2009 17:38:06 +0000 2006 von sunilo

Der Autobauer Daimler will wegen der massiven Absatzkrise auch im Jahr 2010 zahlreiche Arbeitsplätze streichen. «Es ist eine Frage, wie wir aus der Krise kommen.

Wir müssen realistisch sein, die Beschäftigtenzahlen werden 2010 nennenswert rückläufig sein», sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche laut Ulmer «Südwest Presse» (Samstag) bei einer Veranstaltung der Zeitung in dieser Woche.

Daimler beschäftigte Ende September weltweit mit 256 900 Menschen 9600 weniger als vor einem Jahr. In Deutschland schrumpfte die Mitarbeiterzahl um 5200 auf 163 500. Das Unternehmen werde mit «größtmöglicher Flexibilität» angepasst, sagte Zetsche laut der Zeitung. Bei dem Autobauer sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2011 ausgeschlossen. In Krisenzeiten kann davon aber abgewichen werden, sofern der Betriebsrat zustimmt.

Zetsche hatte wegen der Branchenkrise im Frühjahr einen strikten Sparkurs eingeschlagen. In den Auto-, Nutzfahrzeug- und Komponentenwerken sind bundesweit 27 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit, für weitere 89 000 Beschäftigte in Deutschland gelten verkürzte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich.

Mit Maßnahmen wie diesen reduzierten die Stuttgarter bis Ende September die Kosten bereits um 3,5 Milliarden Euro, bis Ende des Jahres sollen es mehr als vier Milliarden Euro werden. Für das Jahr 2010 hatte Daimler angekündigt, sogar noch mehr als vier Milliarden Euro sparen zu wollen.

Das Unternehmen kämpft seit mehr als einem Jahr mit der Branchenkrise. Nach Milliardenverlusten in den vergangenen Monaten schrieb Daimler im dritten Quartal wieder einen kleinen Gewinn von 56 Millionen Euro. Unter dem Strich steht nach neun Monaten aber ein Verlust von knapp 2,3 Milliarden Euro.

Auftragseingänge bei Daimler-Lkw steigen leicht

5 52009vUTC10bUTCFri, 23 Oct 2009 08:16:05 +0000 2006 von sunilo

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler sieht nach monatelangen Absatzschwierigkeiten Licht am Ende des Tunnels. «Unsere Auftragseingänge ziehen seit Mitte des Jahres wieder leicht an», sagte Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler laut Redemanuskript am Montag. «Unsere Marktanteile haben wir in allen relevanten Märkten ausgebaut.» Zahlen nannte er nicht. Renschler warnte allerdings vor zu großen Erwartungen: «Hier in Europa hat sich der Markt für mittlere und schwere Lkw seit 2008 nahezu halbiert.» 2008 waren die Verkäufe von Lastwagen und Bussen bei Daimler im Jahresvergleich leicht auf 472 100 Fahrzeuge gestiegen.

Daimler investiert drei Milliarden Euro

5 52009vUTC10bUTCFri, 23 Oct 2009 08:14:23 +0000 2006 von sunilo

Mitten in der schlimmsten Wirtschaftskrise der deutschen Nachkriegsgeschichte kommt die Investitionstätigkeit der deutschen Unternehmen wieder in Gang. Den Auftakt machte gestern der Stuttgarter Autobauer Daimler. Der Konzern will in diesem und im nächsten Jahr drei Milliarden Euro allein in seine deutschen Standorte investieren.

Die Tatsache, dass der Autobauer vor wenigen Tagen auch den Grundstein für ein neues Werk in Kecskemet in Ungarn gelegt habe, stehe dazu nicht im Widerspruch, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche gestern im Mercedes-Benz Werk im badischen Rastatt. Allein in die Erweiterung des dortigen Standorts, an dem die A- und B-Klasse gebaut werden, fließen 600 Millionen Euro.

Im Daimler-Werk in Rastatt sollen künftig drei der vier neuen Modelle der nächsten A- und B-Klasse-Generation produziert werden. Die Kapazität von 250 000 Autos pro Jahr soll aber nicht steigen. „Der Volumenzuwachs kommt von dem neuen ungarischen Werk“, sagte Daimler-Produktionsvorstand Rainer Schmückle. Mit der Produktion im Umfeld von Budapest wolle Daimler neue Märkte in Osteuropa erschließen, damit sollten auch Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden, sagte Zetsche. „Für Rastatt und Kecskemet gilt also kein Entweder-oder sondern ein klares Sowohl-als-auch“. In Ungarn kostet nach Angaben Schmückles eine geleistete Arbeitsstunde acht Euro, in Rastatt gut 50 Euro.

In der badischen Stadt arbeiten derzeit rund 5700 Mitarbeiter, mehr als 3000 von ihnen sind in Kurzarbeit. Nicht nur im Süden der Republik investiert Daimler. Auch das Harburger Werk stehe auf der Liste der geplanten Investitionen, sagte ein Daimler-Sprecher gestern dem Abendblatt, ohne konkretere Angaben zu machen. Auch für sein Werk in Bremen will der Autobauer Geld in die Hand nehmen.

Bei Daimler sind in den deutschen Auto-, Nutzfahrzeug- und Komponentenwerken 27 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Für 89 000 der insgesamt knapp 163 000 Beschäftigten in Deutschland gelten verkürzte Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, so auch in der Harburger Produktion, wo die Arbeitszeit um 8,75 Prozent gedrosselt wurde. Daimler kämpft seit mehr als einem Jahr mit einer massiven Absatzflaute und schrieb monatelang tiefrote Zahlen. Mit einem strikten Sparkurs wurde jetzt nach neun verlustreichen Quartalen in Folge die Trendumkehr im operativen Geschäft geschafft. Im dritten Quartal dieses Jahres lag der operative Gewinn bei 470 Millionen Euro.

Neue OZ: Kommentar zu Daimler

5 52009vUTC10bUTCFri, 23 Oct 2009 08:10:51 +0000 2006 von sunilo

Scheibchenweise versucht Daimler, den Anschein von Gesundung zu erwecken. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass bessere Zahlen im Umlauf sind oder zumindest Gerüchte darüber. Und wenn nicht das, dann zumindest Meldungen über Innovationen und Investitionen.

Aber nicht immer ist das alles so gravierend, wie es zunächst scheint. So klingt das jetzige Ausgabenpaket von drei Milliarden Euro nach viel – ist es aber nur bedingt, wenn man es im Verhältnis zum Umsatz sieht. Dann schrumpft das ehrgeizig scheinende Paket zu eher gewöhnlichen Ausbau- und Modernisierungskosten zusammen.

Gleichwohl: Die Ziele der Investitionen sind richtig. In Rastatt sollen Elektro-A-Klassen vom Band laufen. Und der Werksbau in Ungarn wird wegen niedriger Löhne die Margen stärken. Steigt dann im Einklang mit der Konjunktur die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, könnte der Konzern schnell wieder ordentlich dastehen – wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

Denn eine Reihe Probleme bleibt bestehen. Da ist das Image, das zuletzt arg gelitten hat. Da ist Konkurrent Audi, der die Marke mit dem Stern 2010 auf dem Weltmarkt überholen dürfte. Da ist die Gewinnspanne, die bei den verstärkt verkauften Kleinwagen erheblich unter denen der Luxusklasse liegt. Und da ist die Tatsache, dass Daimler zwar erfreulicherweise den im Größenwahn geschlossenen Bund mit Chrysler gelöst hat – aber alleine dennoch zu klein sein könnte, um auf Dauer zu bestehen.

Daimler AG beginnt heute mit der Errichtung von Pkw-Fabrik in Ungarn

5 12009vUTC10bUTCMon, 19 Oct 2009 07:31:59 +0000 2006 von sunilo

Am Freitag beginnt der Bau des Ungarn-Werkes. Es soll 200.000 Fz. im Jahr produzieren können und die EU gibt 110 Mio € Subventionen dazu.

Es ist geplant, dass die Baukosten 800 Mio. Euro betragen. Die Anlage wird in der Stadt Kecskemét in der Nähe der ungarischen Hauptstadt Budapest, errichtet. Laut Unternehmensvertreter soll die neue Anlage wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Daimler im Segment der Premium-Fahrzeuge dienen. Darüber hinaus wird es einen Beitrag zur Entwicklung neuer Märkte. Das neue Werk wird voraussichtlich Autos der Klasse A und B sein. Die Produktion/Montage soll 2012 beginnen. Die Zahl der Mitarbeiter schätzt das Unternehmen 2,5 Tausend Menschen.